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Auf der Spur der Kaffeeschmuggler

14.06.2017

Die Outdoor-Gruppe der Evangelischen Kreuzkirchengemeinde Bliesendorf traf sich im Mai in Klaistow, um ein Stück des alten Grenzverlaufes zu erlaufen und Geschichte hautnah zu erleben. Zuerst wurde auf alten Karten aus dem 14. und 18. Jahrhundert der Grenzverlauf studiert und die Lage der drei sächsischen Dörfer Kanin, Klaistow und Busendorf sowie der Mutterkirche Bliesendorf ermittelt. Anschließend wurde die alte Brücker Straße in Klaistow aufgesucht - heute auch als Wanderweg ausgeschildert - und Richtung Borkwalde abgelaufen.

 

Auf halber strecke gelangten dann die Wanderer zum sogenannten „Kaffeegrund“. Dieses unwegsame Waldstück zwischen Borkwalde, Kanin und Klaistow zeichnet sich durch eine Vielzahl von Hügeln und „Schluchten“, auch Grund genannt, aus. Im Unterholz dieses unwegsamen Geländes trieben vor über 200 Jahren die Schmuggler ihr Unwesen. Luxusgüter, zum Beispiel Kaffe, waren in Preußen teuer und kosteten viel Steuern, beziehungsweise an der Grenze, in der Nähe von Ferch, auch Zoll. Um die Waren aber noch kostengünstig zu verkaufen, verlegte man sich auf das Schmuggeln, indem man die Zoll– oder Grenzposten an einer grünen Grenze, dem Kaffeegrund, umging. So kamen auch die Potsdamer und Berliner Bürger in den Genuss des heiß begehrten Getränkes zu erschwinglichen Preisen. Die Geschichte konnten die Kinder nun selbst erleben, als sie durch den „Kaffee-grund“ marschierten.

 

Zum Abschluss gab es ein zünftiges Picknick auf ehemaligem sächsischen Gebiet, aber ohne Kaffee, dazu war es zu heiß. Den Organisatoren Frau  Dorig und Frau Uecker herzlichen Dank. Frau Niederland zeigte die Örtlichkeiten und führte entlang der „ehemaligen Grenze“.